Ziel aller
Rhetorik ist es, die Zuhörer zu überzeugen und zu gewinnen!
Erfunden und
ausgebildet wurde die Rhetorik, die Kunst der öffentlichen
Rede, in der Antike. Nach den Griechen erwarb sich vor allem Cicero
große Verdienste um Theorie und Praxis des wirkungsvollen
Vortrags.
In seiner
Schrift De oratore verlangt er von einem guten Redner
unter anderem folgende Eigenschaften:
Allgemeinbildung
und Sachwissen,
Wortgewandheit
und elegantes Satzgefüge,
Charme,
Witz und Schlagfertigkeit und vor allem
psychologisches Einfühlungsvermögen, denn:
Alle Wirkung und Methode der Redekunst hat sich
in der Besänftigung oder Erregung der Zuhörer
zu erweisen.
Doch damit
nicht genug: Perfekt wird die Rede erst, wenn brillanter Inhalt
auch brillant vorgetragen wird.
Die
richtige Körperhaltung,
angemessene
Gestik und Mimik,
abwechslungsreicher
Ausdruck der Stimme erst darin zeigt sich der
Meister.
Die antiken
Regeln für die Kunst des Überzeugens gelten
auch heute noch. Die moderne Sprachwissenschaft, Sprechwissenschaft
und Psycholinguistik fundieren und ergänzen sie.