Rhetorik - was ist das eigentlich?
Ziel aller Rhetorik ist es, die Zuhörer zu überzeugen und zu gewinnen! Erfunden und ausgebildet wurde die Rhetorik, die Kunst der öffentlichen Rede, in der Antike. Nach den Griechen erwarb sich vor allem Cicero große Verdienste um Theorie und Praxis des wirkungsvollen Vortrags.
In seiner Schrift „De oratore” verlangt er von einem guten Redner unter anderem folgende Eigenschaften:
- Allgemeinbildung und Sachwissen,
- Wortgewandheit und elegantes Satzgefüge,
- Charme, Witz und Schlagfertigkeit und vor allem
- psychologisches Einfühlungsvermögen, denn: „Alle Wirkung und Methode der Redekunst hat sich in der Besänftigung oder Erregung der Zuhörer zu erweisen.”
Doch damit nicht genug: Perfekt wird die Rede erst, wenn brillanter Inhalt auch brillant vorgetragen wird.
- Die richtige Körperhaltung,
- angemessene Gestik und Mimik,
- abwechslungsreicher Ausdruck der Stimme – erst darin zeigt sich der Meister.
Die antiken Regeln für die „Kunst des Überzeugens” gelten auch heute noch. Die moderne Sprachwissenschaft, Sprechwissenschaft und Psycholinguistik fundieren und ergänzen sie.
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